Quinoa – die Wunderpflanze

Quinoa ist eine Pflanze, die seit Tausenden von Jahren in den Anden bekannt ist. Sie wächst in Höhen über 4000 m, wo Mais nicht mehr angebaut werden kann. Gerade aus diesem Grund gehörte Quinoa neben Amaranth zur Grundnahrung der Inkas und Azteken.

Im 16. Jahrhundert soll während der spanischen Eroberungszügen gegen Inkas und Azteken der Anbau gerade dieser zwei Pflanzensorten mit der Todesstrafe bestraft worden sein, um die einheimischen Völker zu schwächen.

In Europa ist die „unchristliche“ Pflanze erst im 20. Jahrhundert bekannt geworden. Doch die Nutzen und Vorteile von Quinoa wurden sehr schnell erkannt, weshalb die Nachfrage nach Quinoa in kurzer Zeit steil gewachsen ist.

Außer dass Quinoa in großen Höhen gedeihen kann, ist sie nicht besonders anspruchsvoll und braucht nur sehr wenig Wasser. Deshalb gibt es bereits erfolgreiche Versuche, die Pflanze in Deutschland, oder in der Schweiz anzupflanzen. Zudem verfügt sie über Eigenschaften, die sie zur wahren Power-Pflanze machen. Sie verfügt sogar über eine Art eigene Abwehr gegen Schädlinge. Dabei geht es um sog. Saponine, die einen bitteren Geschmack haben und vor Verzehrung von Quinoa gut ausgewaschen werden müssen.

Die Besonderheiten von Quinoa

Als Pseudo-Getreide bezeichnet kann Quinoa dank einer getreideähnlichen Zusammensetzung zwar mit Getreide verglichen werden, stellt allerdings keine Getreidesorte dar. Verwandt ist Quinoa eigentlich mit Spinat und Mangold, da sie zur Pflanzengattung der Gänsefüße (Chenopodium) zählt. Verglichen mit jeglichen Getreidesorten kann sich Quinoa allerdings sehen lassen.

Sie enthält alle essenzielle Aminosäuren und sogar Lysin. Reich an Mineralien übertrifft Quinoa sogar einige Getreidesorten, besonders beim Thema Magnesium- und Eisengehalt. An erster Stelle steht allerdings Eiweiß. Aus diesem Grund wird Quinoa oft von Vegetariern und Veganern bevorzugt. Für „Normalessende“ stellt das Reichtum an Mineralien und Balaststoffen dieser Pflanze eine gute Möglichkeit dar, sich gesünder zu ernähren. Zudem ist Quinoa glutenfrei und wird deshalb nicht nur von ernährungsbewussten Menschen, die Gluten meiden möchten, bevorzugt, sondern vor Allem von Allergikern, die sich nicht leisten können, glutenreiche Nahrungsmittel zu verzehren.

Um Quinoa in die gewohnte Ernährung einzuführen, braucht es keine großartigen Umstellungen. Quinoa kann einfach zum Salat hinzugefügt werden, oder gar morgens zum Müsli.

Gesundheitlicher Nutzen von Quinoa

Der Teil der Pflanze, der eigentlich verzehrt wird, sind die Samen von Quinoa. Wegen des natürlichen Bitterstoffes ist Quinoa nicht für Kinder unter zwei Jahren geeignet, doch für Kinder ab zwei Jahren ist Quinoa eine sehr gute Eiweißquelle. Außerdem kann sie wegen der zahlreichen Vorteile gegenüber anderen Getreidesorten anstatt Nudeln oder gar Reis verwendet werden.

Mit einem niedrigen glykämischen Index ist sie besonders für Diabetiker geeignet. Außerdem eignet sich Quinoa für Menschen, die versuchen, abzunehmen. Einer der Gründe dafür ist der Aufbau der Kohlenhydrate von Quinoa, die dafür sorgen, dass sie langsam vom Körper verdaut werden und somit kein Heißhunger entsteht. Dieser Tatsache ist es ebenfalls zu verdanken, dass der Blutzuckerspiegel nicht nach Verzehr von Quinoa in die Höhe springt. Zahlreiche Studien haben den gesundheitlichen Nutzen von Quinoa ebenfalls bewiesen. Die Vorteile von Quinoa sind zahlreich. Demnach ist Quinoa:

  1. krebsvorbeugend,
  2. stimmungshebend und leistungssteigernd,
  3. hilfreich bei Diäten oder einer Ernährungsumstellung,
  4. hilfreich gegen Migräne,
  5. blutzuckersenkend,
  6. komplett basisch,
  7. glutenfrei.

Der Verzehr von Quinoa

Quinoa kann im Naturkostladen leicht gefunden werden. Dank der Verbreitung und großen Nachfrage, kann Quinoa allerdings ebenfalls in bestimmten Supermärkten mit Bio-Angebot erworben werden. Dieses Nahrungsmittel zeichnet sich durch einen nussigen Geschmack aus und leichte Zubereitung. Gekocht wird Quinoa nicht länger als 15 Minuten, sonst verliert sie den Geschmack und die etwas knackige Konsistenz.

Sie kann als Beilage zu Fleisch, Gemüse und Fisch zubereitet werden, oder nur in kleinen Mengen dazugegeben werden, roh oder geröstet. Dabei helfen verschiedene Produkte, wie z.B. Quinoa-Mehl, Quinoa-Flakes, Quinoa-Pops, die bereits geschält und weiterverarbeitet wurden. Quinoa-Mehl eignet sich als glutenfreies Mehl zwar nicht zum Brotbacken, doch kann es zu anderen Mehlsorten beigemischt werden oder eine tolle Basis für Pfannkuchen bieten.


Quellen und weiterführende Links: