Sind Trockenfrüchte gesund?

Die meisten Ernährungswissenschaftler sind sich einig, dass täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse zur Gesundheit beitragen. Keine Einigkeit besteht jedoch in der Frage, ob hierzu nur frische Nahrungsmittel oder auch getrocknete Früchte und Konserven zählen.

Ein wachsender Anteil an Ernährungsberatern bestätigt, dass zumindest Trockenfrüchte gesund sind. Die ersten getrocknet verwendeten Früchte in Europa waren Trauben, die sogar in der getrockneten Form einen eigenen Namen (Rosinen oder Sultaninen) tragen. Im Orient wurden auch Feigen und Datteln früh getrocknet, beide Früchte werden hierzulande selten als Frischobst, aber häufig als Trockenobst angeboten.

Die Bezeichnung Dörrobst bezieht sich in der Ernährungswissenschaft auf alle Formen von Trockenfrüchten, im Handel wird sie überwiegend auf zum Backen bestimmtes Trockenobst beschränkt.

Wie gesund sind Trockenfrüchte?

Aufgrund des Wasserentzugs und durch die bei der Trocknung vorgenommene Erhitzung verlieren getrocknete Früchte einen Teil ihres Vitamingehalts, wovon besonders die wasserlöslichen Vitamine betroffen sind.

Die fettlöslichen Vitamine sind hingegen ebenso wie Mineralstoffe in Trockenfrüchten in ausreichender Menge vorhanden.

So gehören getrocknete Aprikosen zu den ergiebigsten pflanzlichen Eisenquellen und stellen besonders für Vegetarier einen nahezu unverzichtbaren Nahrungsbestandteil dar.

Pflaumen sind als Trockenfrüchte gesund und stellen die bekannteste Naturmedizin bei Verstopfungen dar.

Wer lieber Trockenfrüchte als frisches Obst verzehrt, kann die Vitamin-C-Versorgung sicherstellen, indem er zusätzlich Orangensaft oder Zitronensaft trinkt, denn in Säften bleiben die wasserlöslichen Vitamine erhalten. Von großer Wichtigkeit für die menschliche Gesundheit sind sekundäre Pflanzenwirkstoffe. Diese bleiben bei der Trocknung vollständig erhalten, so dass Trockenfrüchte gesund sind.

Einige Hersteller wenden bei der Verarbeitung Schwefel an, um die Haltbarkeit zu erhöhen beziehungsweise das Aussehen der getrockneten Früchte zu verbessern. Der Schwefelgehalt in Trockenfrüchten ist gesundheitlich grundsätzlich unbedenklich. Einige Menschen sind allerdings gegen Schwefel empfindlich und reagieren darauf mit Kopfschmerzen. Betroffene achten beim Kauf von Trockenfrüchten darauf, dass diese ungeschwefelt sind.

Vegetarier passen beim Einkaufen roter Trockenfrüchte auf, dass der Hersteller keine Färbung mit Karmin vorgenommen hat. Das kommt gelegentlich vor, die meisten Produzenten sind sich aber bewusst, dass ihre Kunden Trockenobst als rein pflanzliche Ware genießen wollen und verwenden die Färberdistel oder Paprikaextrakt zum Färben der roten Früchte. Besonders rein und gesund die im Bioladen zu kaufenden Trockenfrüchte, da diese nicht oder nur mit wenigen ausdrücklich zugelassenen Stoffen bearbeitet und gefärbt werden.

Der Energiegehalt von Trockenfrüchten

Obwohl Trockenfrüchte gesund sind, stellen sie ein Risiko für die Gewichtszunahme dar. Sie enthalten nicht nur die meisten Vitamine und Mineralstoffe der frischen Frucht, sondern in etwa auch deren Energiegehalt. Durch den Wasserentzug vermindert sich die Masse jedoch deutlich, so dass Menschen beim Verzehr von Trockenfrüchten weniger schnell satt werden als beim Essen der frischen Früchte.

Somit nehmen Verwender getrockneter Früchte deutlich mehr Kalorien zu sich. Diese Gefahr lässt sich durch das Trinken von Wasser während des Verzehrs von gesunden Trockenfrüchten bannen, so dass keine zwingende Gewichtszunahme erfolgt.

Beim Marktbummel sind Trockenfrüchte gesund

Der kulinarische Genuss einiger der dort angebotenen Speisen rundet einen Bummel über den Wochenmarkt oder den Jahrmarkt ab. Neben den klassischen Jahrmarktspeisen wie frittiertes Gemüse und Süßigkeiten sind auf immer mehr Märkten Trockenobst-Stände zu finden, so dass sich dort mit Trockenfrüchten gesund naschen lässt.