Curcumin – Eigenschaften und medizinische Aspekte

Curcumin ist ein Inhaltsstoff aus den Rhizomen bzw. Wurzelstöcken der Gelbwurzel oder Curcuma-Pflanze. Das Verbreitungsgebiet liegt im tropischen, südlichen Asien. Hier werden die Rhizome jährlich geerntet und frisch, getrocknet, pulverisiert und in Gewürzmischungen wie Curry angeboten. Da es sich hierbei jedoch um sämtliche Inhaltsstoffe des Curcuma-Rhizoms handelt, wird Curcumin heute auch in großen Mengen künstlich hergestellt um es als Reinstoff zu erhalten und gezielt weiter verarbeiten zu können.

Eigenschaften

Bei Curcumin handelt es sich um einen natürlichen Farbstoff, der in der Lebensmittelindustrie als E 100 bekannt ist. Im trockenen Zustand ist er gelb-organe, jedoch zerfällt er mit der Zeit unter Einwirkung von Licht. In gelöster Form ändert sich die Farbe in Abhängigkeit vom pH-Wert, wobei er im basischen Bereich ab pH 8-9 braun, ansonsten gelb ist.

In jedem Fall löst sich Curcumin nur schlecht in Wasser, weshalb es vom Körper in seiner reinen Form nur schlecht aufgenommen werden kann. Um die sogenannte Bioverfügbarkeit deutlich zu steigern, wird der Stoff deshalb weiterverarbeitet und in Phospholipide eingebunden oder in Form von Emulsionen angeboten.

Medizinische Wirkungweisen

Curcuma wird schon seit mehreren 1000 Jahren von der einheimischen Bevölkerung als Heilpflanze verwendet. In jüngerer Vergangenheit wurde eine Vielzahl der altbekannten Wirkungen speziell auf das Curcumin zurück geführt und in einigen wissenschaftlichen Studien belegt.

Curcumin hat eine nachgewiesene Wirkung auf eine Vielzahl von Enzymen und Stoffwechselprozessen, woraus sich eine sehr große Bandbreite an möglichen Anwendungen ergibt.

Zusammengefasst sind Wirkungen nachgewiesen oder können aufgrund verschiedener Studien zumindest vermutet werden, in Bezug auf den Fettstoffwechsel, den Zuckerstoffwechsel das Knochenwachstum, die Bildung von Blutgefäßen, auf Entzündungen und Tumore.

Der Fettstoffwechsel wird zunächst durch eine unmittelbare Senkung des Blutfettkonzentration beeinflusst. Dadurch wird der arteriosklerotischen Verstopfung von Blutgefäßen entgegen gewirkt. Zusätzlich wird die Verstoffwechselung von Fett in der Leber angeregt. Es fehlt noch ein Nachweis dafür, jedoch wird vermutet, dass dies letztlich unmittelbar auf Übergewicht, insbesondere Adipositas wirken könnte.

Die genaue Wirkung von Curcumin auf den Zuckerstoffwechsel ist bislang nicht bekannt. Die Ergebnisse diverser Studien legen jedoch zumindest nahe, dass eine positive Wirkung auf eine ganze Reihe von Begleiterscheinungen des Diabetes mellitus vorliegen könnten. Da die bisherigen Studien eine exakte Wirkungsweise nicht belegen konnten, werden weitere Studien angestrebt und befinden sich in Planung.

Bezüglich des Knochenwachstums wurde nachgewiesen, dass Curcumin die Konzentration eines Proteins senkt, welches den Knochenabbau steuert. Dadurch kann die Regeneration von Knochen beschleunigt werden und auch der der Knochenabbau im Alter reduziert werden.

In Bezug auf das Wachstum von Blutgefäßen wird ebenfalls eine hemmende Wirkung vermutet. Dies ist bei einigen Erkrankungen, bei denen eine übermäßige Neubildung von Blutgefäßen ein Problem darstellt, ebenfalls positiv zu betrachten. Gleichzeitig gibt es durchaus auch Erkrankungen, bei denen dies eine negative Wirkung wäre. Ob diese Wirkung tatsächlich gegeben ist, muss jedoch noch genauer untersucht werden.

Eine weitere, zweifelsfrei belegte Wirkung ist diejenige als Entzündungshemmer. Diese Wikung lässt sich mit der Curcuminkonzentration im Blut in Verbindung setzen und eine Senkung mehrerer Enzyme, welche für Entzündungsreaktionen mit verantwortlich sind, ist zu beobachten. Auch Gelenkschmerzen durch Arthrose können durch Curcumin gesenkt werden. In diesem Zusammenhang wird auch eine Verbesserte Wundheilung vermutet, wobei in desem Zusammenhang Curcuma-Pulver als altbekannte Heilpflanze genutzt wird. Noch interessanter ist eine Hemmende Wirkung auf Tumore. Vor allem Darmpolypen, selbst bei genetisch vorbelasteten Patienten, konnten in Anzahl und Größe drastisch reduziert werden. Eine weitere krebshemmende Wirkung konnte bei Prostatakrebs, sowie bei der Metastasenbildung von Prostata- und Brustkrebs nachgewiesen werden.

Ein Vorteil von Curcumin ist, dass praktisch keine Nebenwirkungen bekannt sind. Lediglich bei Überdosierung kann eine Magenverstimmung und eine erhöhte Gallenproduktion auftreten.

Anwendung und Darreichungsformen

Curcumin wird oral eingenommen. Selbstvständlich kann es in seiner natürlichen Form über die Nahrung aufgenommen werden. Wesentlich sinnvoller ist jedoch die Einnahme von Curcumin-Präparaten. Diese enthalten Curcumin in Form von Curcumin-Phospholipid-Komplexen oder Emulsionen, welche wesentlich leichter aufgenommen werden können. Ein Beispiel für ein solches Präparat ist der Dr. Wolz Curcumin Extrakt 45, welches eine bis zu 40fach erhöhte Bioverfügbarkeit gegenüber anderen Darreichungsformen aufweist.


Quellen und weiterführende Links: