Prostatavergrößerung – Ursachen, Symptome und Behandlung

Als benigne Prostatahyperplasie (BPH) oder gutartige Prostatavergrößerung bezeichnet man die Vergrößerung der Vorsteherdrüse, es kommt hier nicht zu einer Metastasenbildung. Die Diagnose einer BPH ist kein Grund zur Panik, sollte aber in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Betroffen sind vorwiegend ältere Männer.

Wie kommt es zur BPH?

Auch wenn es in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Bemühungen gab, ist es den Forschern bisher noch nicht gelungen, die Ursachen für eine gutartige Prostatavergrößerung vollständig zu klären. Eine wichtige Rolle aber scheinen, nach bisherigen Erkenntnissen der Forscher, Hormone zu spielen. Offenbar scheint das Dihydrotestosteron, welches sich aus dem Sexualhormon Testosteron bildet, an der Entstehung der BPH beteiligt zu sein.

Auch eine genetische Komponente scheint bei dieser Erkrankung eine Rolle zu spielen. Denn wenn es in der nahen Verwandtschaft bereits BPH-Fälle gegeben hat, ist für einen Mann das eigene Erkrankungsrisiko um gleich ein Vielfaches höher.

Indes ist unter den Experten, die Rolle des metabolischen Syndroms doch höchst umstritten. Denn einen direkten Zusammenhang zwischen krankhaftem Übergewicht (Adipositas) und Fettstoffwechselstörungen, sowie Diabetes mellitus und Bluthochdruck ließen sich bisher in diversen Studien nicht wirklich nachweisen.

Gegenstand aktueller Forschungen ist jedoch der Zusammenhang zwischen verschiedenen Ernährungsfaktoren und der Entstehung einer gutartigen Prostatavergrößerung. Doch auch hier konnte bisher keine Korrelation gefunden werden.

Zudem vermuten Forscher auch eine Fehlfunktionen des Immunsystems als Ursache für die Entstehung der benignen Prostatahyperplasie. Rein von der funktionalen Ursache her lässt sich eine gutartige Prostatavergrößerung allerdings recht einfach erklären. Und zwar vergrößert sich die Vorsteherdrüse bei einer benignen Prostatahyperplasie, wodurch der obere Harnröhrenabschnitt eingeengt wird. In der Folge kommt es zu den typischen Symptomen.

Typische Symptome der BPH

Es gibt zwei Symptomkomplexe, die obstruktive und irritative Miktionsbeschwerde. Darüber hinaus können auch sexuelle Funktionsstörungen auftreten – bis hin zur Impotenz.

Zu den einzelnen Symptomen, die in der Folge einer Prostatavergrößerung auftreten gehören daher insbesondere ein schwacher Harnstrahl oder gar der komplette Harnverhalt.

Es kann aber auch ein unterbrochener Harnstrahl auftreten und oder das der Harnstrahl nachträufelt. Nicht selten ist auch ein sehr unangenehmes Restharngefühl. Zudem können bei einer gutartigen Prostatavergrößerung auch Reizungen der Blase oder des Blasenausgangs auftreten.

Die meisten Männer nehmen eine benigne Prostatahyperplasie erst dadurch wahr bzw. lassen sich erst dann untersuchen, wenn sie feststellen, dass es zu häufigem Wasserlassen in kleinen Mengen kommt (auch Pollakisurie genannt). Zudem ist auch die Nykturie, das mehrfache Wasserlassen in der Nacht, nicht selten.

Ein weiteres Symptom, das für die gutartige Prostatavergrößerung ebenfalls typisch ist, ist der imperative (sehr starker) Harndrang, der sich auch nicht zurückhalten lässt. Allgemein Schmerzen beim Wasserlassen sind ebenfalls ein Symptom, das mit der gutartigen Prostatavergrößerung einhergeht.

Allerdings handelt es sich bei den Schmerzen beim Wasserlassen um kein wirklich typisches Symptom einer BPH. Häufig fehlt dieses Symptom auch, dass die meisten Männer ansonsten dazu veranlassen würde, einen Arzt um Hilfe zu fragen.

Die Symptome sind zudem von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich und hängen auch vom Ausmaß der BPH ab. Teils verspüren Patienten mit einer nur leicht vergrößerten Prostata intensivere und weitreichendere Beschwerden, als Patienten bei denen die Vorsteherdrüse schon deutlich vergrößert ist.

Behandlung einer BPH

Ob eine benigne Prostatahyperplasie überhaupt therapiebedürftig ist, kommt auf den Schweregrad an, den der Arzt erst diagnostizieren muss. Wenn die BPH keine Beschwerden bereitet, genügt es abzuwarten und das Voranschreiten der Erkrankung regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Liegt der IPSS (International Prostate Symptom Score) über 7 oder ist der Leidensdruck des Mannes sehr hoch, sollte eine Behandlung beginnen. Eine gutartige Prostatavergrößerung im 1. und 2. Stadium wird medikamentös behandelt. Hierzu stehen Pflanzenpräparate und Phytopharmaka zur Verfügung. Diese können auch miteinander kombiniert werden. Zur Entspannung der Muskulatur und Harnröhre werden auch a1-Adrenozeptorantagonisten verschrieben. Und damit die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron gehemmt wird, können 5-a-Reduktasehemmer verordnet werden.

Zur Bekämpfung der Erektilen Dysfunktion können Phosphodiesterasehemmer (PDE-Hemmer) eingenommen werden und Anticholinergika wirken dämpfend auf den Blasenmuskel.

Zu operativen Verfahren wird bei einer BPH erst dann gegriffen, wenn Medikamente nicht wirken oder bereits ein gewisser Schweregrad der Symptome eingetreten ist. Das Standardverfahren für eine operative Behandlung der BPH ist eine Transurethrale Resektion der Prostata (kurz TURP). Alternativ zu den von einem Arzt standardmäßig verordneten Medikamenten kann auch Prosta-Kraft Intenz von Dr. Hittich eingenommen werden – ein rein pflanzliches Produkt.


Quellen und weiterführende Links: