Was passiert wenn man zu viele Schlaftabletten nimmt?

Vorsicht vor der Überdosis

So verschieden, wie die einzelnen Schlafmittel sind, so unterschiedlich ist auch die Wirkung, wenn man zu viele Schlaftabletten einnimmt. Die auf pflanzlichen Extrakten wie Baldrian, Hopfen und Johanneskraut basierenden Schlafmittel sind in der Regel ungefährlich.

Deshalb sind sie ja auch rezeptfrei in der Apotheke und sogar im Drogeriemarkt erhältlich. Eine Überdosierung führt deshalb in der Regel auch nicht zu schlimmeren Konsequenzen. Es kann eine starke Müdigkeit eintreten und unter Umständen kann es auch zu Übelkeit oder Kopfschmerzen kommen.

Überdosierung von Antihistaminen

Etwas anders verhält es sich, wenn man Antihistaminika benutzt. Werden die Antihistaminika gemäß der Empfehlungen für das jeweilige Medikament eingenommen, so sind sie vollkommen sicher. Eine Überdosis kann jedoch zu schweren Komplikationen führen. Sehstörungen, erweiterte Pupillen und ein trockener Mund sind oft die ersten Anzeichen von einer Überdosierung.

Es kann auch eine Hautrötung auftreten und der Patient fühlt sich rastlos und nervös. In ernsten Fällen kann es zu unkontrollierten Schütteln, Krampfanfällen und schweren Halluzinationen kommen. In einem solchen Fall sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Zu den möglichen Behandlungsmethoden gehört das Durchlaufen von IV Flüssigkeiten, um den Wirkstoff auszuspülen oder auch die Entfernung des Mageninhalts.

Benzodiazepine in Kombination mit anderen Substanzen können gefährlich werden

Auch eine Überdosierung von Benzodiazepinen hat schwerwiegende Folgen, obwohl diese selten tödlich verlaufen, wenn der Wirkstoff nicht mit anderen Medikamenten wie beispielsweise Opiaten oder Alkohol kombiniert wurde. Die Symptome äußern sich häufig als eine Verstärkung der therapeutischen Wirkung des Produktes. Es kommt zu Muskelschwäche, Sedierung und tiefen Schlaf. Bei derartigen Symptomen empfiehlt es sich, die Vitalfunktionen zu überprüfen und abzuwarten.

Werden jedoch Symptome wie Areflexie, kardio-respiratorische Depression oder Koma beobachtet, so sollte der Patient umgehend ins Krankenhaus gebracht werden.Nach einer Überdosis sollte der Patient am besten innerhalb von einer Stunde zum Erbrechen gebracht werden. Es kann auch Anexate als Benzodiazepin Antagonist eingesetzt werden, das eine krampflösende Wirkung hat. Auch bei den Z-Substanzen verhält es sich ähnlich. Eine Überdosis, die lediglich aus Nicht-Benzodiazepinen besteht, ist selten tödlich und manifestiert sich in ähnlicher Weise, wie eine Überdosis von Benzodiazepinen.

Bei Chloralhydrat gilt es ebenfalls, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, wenn zu viel Tabletten genommen wurden. Folgen einer leichten Überdosierung sind in der Regel Kopfschmerzen, Verwirrtheit und auch eine undeutliche Sprache. In schlimmeren Fällen kann es zu einer Senkung des Blutdrucks kommen. Ebenfalls können Atembeschwerden entstehen, Herzrhythmusstörungen können auftreten und es kann zu einer Bewusstlosigkeit kommen. In solchen Fällen sollte der Arzt zu Rate gezogen werden.


Quellen und weiterführende Links: