Welche Schlafmittel gibt es?

Eine große Anzahl von Schlafmitteln

Es gibt eine große Anzahl von Schlafmitteln und Schlaftabletten, die sich in die zwei großen Gruppen der natürlichen Schlafmittel und der verschreibungspflichtigen Schlafmittel auf chemischer Basis unterteilen lassen. Wer schlecht schlafen kann und mit Medikamenten den Schlaf verbessern möchte, sollte zunächst einmal die natürlichen Mittel ausprobieren, die keine Nebenwirkungen aufweisen.

Schlafmittel auf Kräuterbasis

Wenn man sich für ein Schlafmittel aus Kräuterbasis entscheidet, sollte man sich zunächst über die Inhaltsstoffe erkundigen. Nicht jedes Mittel hat tatsächlich eine schlaffördernde Wirkung. Zu den Inhaltsstoffen, mit denen die besten Resultate erzielt werden, gehören neben Baldrian auch das Johnniskraut und die Passionsblume. Baldrian hat eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, während Johanniskraut oft auch bei milden Depressionen angewendet wird. Passionsblumen haben ebenfalls eine beruhigende Wirkung. Die einzelnen Wirkstoffe können auch in Kombinationen erhalten werden, in denen auch oft Melisse, Hopfen und Lavendel enthalten sein können. Sinn dieser Medikamente ist es, einen generell beruhigend Zustand zu erzielen, in dem es dem Patienten leichter fällt, ein- und durchzuschlafen.

Verschreibungspflichtige Schlaftabletten

Zu den Medikamenten, die am häufigsten als Schlafmittel verschrieben werden, gehören die Benzodiazepine, zu denen die Wirkstoffe Diazepam, Flunitrazepam, Flurazepam, Loprazolam, Lorazepam, Nitrazepam und Temazepam gehören. Diese Medikamente werden vom Arzt aufgeschrieben, der das beste Mittel für den individuellen Bedarf wählen kann.In den letzten Jahren sind auch eine Reihe von neuen Schlafmitteln auf den Markt gekommen, die den Benzodiazepinen ähnlich sind, aber nicht aus der gleichen Arzneimittelfamilie stammen. Zu diesen Medikamenten gehören Zopiclon und Zolpidem. Sie weisen in den meisten Fällen weniger Nebenwirkungen auf, als die Benzodiazepine.

Weitere Schlafmittel

Bei Patienten über 55 Jahren wird manchmal auch Melatonin als Schlafhilfe eingesetzt. Melatonin ist ein Hormon, das im menschlichen Gehirn vorkommt und dazu beiträgt, den Schlaf- Wachrhythmus zu regeln. Bei älteren Menschen kann es zu einem Melatoninmangel kommen, dessen Konsequenz Schlafstörungen sein können. In solchen Fällen ist das Zuführen von Melatonin eine ausgezeichnete Methode, um die Schlafstörungen zu behandeln. Liegt jedoch kein Melatoninmangel vor, so ist das Medikament wirkungslos.

Auch die im Gehirn vorkommende Aminosäure Tryptophan reguliert den Schlaf- Wachrhythmus und hat einen positiven Effekt auf den Schlaf. L-Tryptophan ist in der Apotheke erhältlich, ist jedoch mit sehr starken Nebenwirkungen verbunden, zu denen Benommenheit, Übelkeit und manisches Verhalten gehören.

Steht man für ein paar Tage unter einer speziellen Stress Situation, wie beispielsweise während der Prüfungen an der Uni und kann aus diesem Grund nicht schlafen, so kann man auch zu Antihistaminen greifen, die in der Apotheke rezeptfrei erhältlich sind und für kurze Zeit zu einem ununterbrochenen Schlaf verhelfen können.


Quellen und weiterführende Links: